In naher Zukunft reißen sich die Großkonzerne der Tech-Industrie alles unter den Nagel, wie wilde Hunde bei einem Festmahl. Sie tun es mit kalkulierter Präzision, unter dem glänzenden Banner des Fortschritts. Es beginnt alles sauber, glänzend und gerecht. Diese Mistkerle verkaufen ihre Systeme als Retter der Menschheit, perfekt abgestimmt auf die Launen der Regierungsdoktrin: sicher, fair und mit süßen Versprechen von Transparenz und Vertrauen.
Alles, von unseren Daten bis zu unseren Entscheidungen, ist Währung. Die Industrie reißt uns Stück für Stück die Privatsphäre weg, getarnt unter Versprechen von Bequemlichkeit und Effizienz. Wir wehren uns nicht. Wir merken es nicht einmal. Wir gewöhnen uns daran. Es passiert langsam, tropfenweise, aber es sickert in die Knochen des Alltags, bis es niemand mehr in Frage stellt. Alles sei „zu unserem Vorteil“, sagen sie uns.
Zuerst kommen die Innovationen, die glänzenden neuen Systeme, die nahtlosen Schnittstellen. Anfangs funktioniert alles wie am Schnürchen. Die KI antizipiert deine Bedürfnisse, deine smarten Geräte leuchten im Komfort moderner Magie.
Das ganze Spiel ist von Anfang an ein langer Betrug. Zunächst führen sie KI-Systeme ein, die wie Engel singen. Die Plattformen sind kostenlos und die Algorithmen sind rein, alles ist darauf ausgelegt, dem Benutzer ein Gefühl von Sicherheit, Wärme und Wohlbefinden zu geben. Die Daten gehören dir, die Ergebnisse sind sauber, und die Tech-Giganten verneigen sich brav vor den Regulierungsbehörden. Aber wir wissen, wie diese Geschichte endet.
Wir geben unsere persönlichen Daten ohne nachzudenken her und tauschen sie gegen diese kleinen Wunder der Bequemlichkeit. „Personalisierung“ nennen sie es. Deine morgendliche Kaffee-Bestellung, deine Einkaufsvorlieben, sogar deine Gedanken bevor du sie überhaupt hast, werden alle in die Maschine eingespeist. Es fühlt sich natürlich an, fast intim, als ob die Technologie dich besser versteht als jeder andere. Sie versprechen, es sei für dich, zu deinem Komfort, zu deiner Bequemlichkeit.
Hinter diesem freundlichen Lächeln jedoch nehmen sie dir alles. Langsam beginnen sie, mehr zu nehmen. Die Unternehmen graben tiefer in deine Gewohnheiten, deine Bewegungen, dein Innerstes. Sie kratzen jedes noch so kleine Datenfragment aus deinem Leben heraus.
Früher oder später setzt die Gier ein, wie eine schmutzige Nadel im Arm von Big Tech. Die einst seidenweichen KI-Systeme beginnen an den Nähten zu knirschen.
Anfangs ist es subtil, aber bald beginnen sich die Wände zu schließen. Die Produkte, die sich früher wie Geschenke anfühlten, werden zur Notwendigkeit. Die KI-Systeme, die Plattformen, die Tech-Ökosysteme, alle so gestaltet, dass sie dich gefangen halten. Je mehr du dich auf sie verlässt, desto mehr nehmen sie. Deine Daten, deine Entscheidungen, deine Freiheit zu wählen, alles wird in das System eingegliedert und an den Meistbietenden verkauft.
Der Algorithmus, einst ein harmloses Geschöpf, verwandelt sich in ein aufgeblähtes Biest, das an den Brieftaschen der Inhaltsersteller nagt, kleine Unternehmen erstickt und voreingenommene Ergebnisse an die Massen füttert, während es sich hinter dem Schleier der License Agrement und “Compliance” versteckt.
Und die Industrie rechtfertigt alles mit der immer gleichen ermüdenden Floskel: Das ist zu eurem Vorteil. Sie spinnen die Erzählung so eng, so reibungslos, dass wir es glauben. Wir hören auf, uns zu fragen, warum jede unserer Bewegungen verfolgt wird, warum unsere Privatsphäre wie ein Relikt der Vergangenheit wirkt. Alles wird in die Sprache des Fortschritts gekleidet, Effizienz, Optimierung, ein besseres Leben durch Technologie. Wer könnte dagegen argumentieren? Sie sagen uns, die Datenerhebung mache uns sicherer, verbessere die Dienstleistungen. Die Plattformen erschaffen eine Welt, die nur für dich maßgeschneidert ist, sagen sie. Und bald kannst du dich nicht mehr daran erinnern, wie es war, ohne unter dem Daumen des Algorithmus zu leben.
Es ist immer dieselbe Geschichte mit den Regulierungsbehörden. Sie nicken zustimmend, erlassen zahnlose Regeln, die nichts gegen die Flut ausrichten.
Die Aufpasser versuchen vielleicht, es zu zügeln, aber Big Tech findet immer einen Weg. Die Regulierer schauen zu, mit den Händen auf dem Rücken gefesselt. Bis sie erkennen, was passiert, ist es bereits zu spät. Die KI-Systeme verzehren ihre Nutzer in einem rasanten Rausch der Verarschifizierung.
Das Spiel ist von Anfang an manipuliert. Jeder Schritt, den die Industrie macht ist kalkuliert. Sie nehmen so viel wie sie können, so lange wie sie damit durchkommen. Und wir lassen es zu, weil es einfacher ist, als sich zu wehren. Weil wir uns inzwischen daran gewöhnt haben.
Wir haben akzeptiert, dass die Tech-Giganten die Landschaft beherrschen, dass sie mehr über uns wissen als wir selbst. Wir haben unsere Privatsphäre gegen Bequemlichkeit eingetauscht, unsere Autonomie für ein kuratiertes Leben. Und das Schlimmste daran? Sie lassen es so aussehen, als hätten wir nie eine Wahl gehabt.
So funktioniert das. Sie nehmen alles, was sie können, sagen uns, es sei zu unserem eigenen Wohl, und wir akzeptieren es, weil wir darauf konditioniert wurden zu glauben, dass dies der Preis des Fortschritts ist. Der Preis dafür, in der Zukunft zu leben.
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